Döhren-Wülfel
Der 8. Stadtbezirk setzt sich aus insgesamt sechs grundverschiedenen Stadtteilen zusammen.
Döhren und Wülfel bilden zusammen den 8. Stadtbezirk. Zu dem südlichen Bezirk gehören die Stadtteile Döhren, Wülfel, Mittelfeld, Seelhorst, Waldhausen und Waldheim. Hier leben insgesamt über 34.300 Menschen (Stand 2020) auf 16,56km².
Döhren
Wo in Döhren bis in die 60er Jahre noch Bauernhöfe und eine Schmiede zu finden waren, finden sich heute vielfältige Geschäfte, Gastronomien und gründerzeitliche Wohngebäude.
Döhrener Wolle & Döhrener Jammer
Die ehemalige Arbitersiedlung „Döhrener Jammer“ wurde 1872 an einem Stichweg errichtet. In den kleinen, roten Backstein-Reihenhäusern lebten damals zwei Familien und unter dem Dach 14 Mädchen. Später kamen in den Nebenstraßen Häuser für Fabrikbeamte hinzu, an der Rheinstraße entstanden Meisterhäuser. Nach dem Abriss der „Döhrener Wolle“ (Döhrener Wollwäscherei und -kämmerei) 1971 sind die Häuser restauriert und in Eigenheime umgewandelt worden.
St. Petri-Kirche
Den Kern des alten Dorfes bezeichnet die St. Petri-Kirche am Lindenhofe, von der nach dem Zweiten Weltkrieg nur der Turm erhalten geblieben ist. Mit dem sogenannten Notkirchenprogramm wurden deutschlandweit 43 Kirchen gebaut, die als Weltkulturerbe anerkannt werden sollen – darunter auch diese.
Wülfel
Wülfel dagegen beeindruckt mit einem riesigen Naherholungsgebiet, das mehr als die Hälfte des Stadtteiles einnimmt.
Südliche Leineaue
Die Südliche Leineaue ist mit Teichen, Kleingärten und Sportvereinen landschaftlich abwechslungsreich. Durch die Naturschönheit und den hohen Stellenwert für Pflanzen und Tiere ist die Südliche Leineaue besonders geschützt. Es handelt sich um einen Naturraum mit Merkmalen eiszeitlicher und nacheiszeitlicher Prägung.
Mittelfeld
Mittelfeld entstand in den frühen 50er Jahren als Siedlung für diejenigen, die durch den Krieg heimatlos geworden sind. Heute wird das Stadtteilbild vorwiegend durch 2-5-geschossige Wohngebäude geprägt. Mittelfeld grenzt im Süden an das hannoversche Messegelände.
Holländischer Pavillon
Das Wahrzeichen der Weltausstellung EXPO 2000 ist zweifellos der 40 m hohe Holländische Pavillon (1997 – 2000). Er zeugt auf spektakuläre Weise von dem unbescheidenen Motto „Holland schafft Räume für neue Ideen“, das vom Architekturbüro MVRDV aus Rotterdam originell umgesetzt wurde. Die sechs gestapelten Plattformen symbolisierten unterschiedliche Landschaften wie Wind und Wasser - Meer - Landwirtschaft - Wald - Erde – Dünenlandschaft.
Seelhorst
Seelhorst lässt sich durch die Schnellwege und die Bahnlinien in zwei seperate Siedlungsgebiete gliedern: Westlich durch die Einfamilienhausbebauung, östlich durch das Neubaugebiet, in dem auch die Madsack ansässig ist.
Stadtfriedhof Seelhorst
Im Süden Seelhorsts findet sich der größte Friedhof Hannovers: Auf dem 70 ha großen Stadtfriedhof Seelhorst sind ca. 35.000 Grabstätten zu finden, darunter auch eine niederländische Kriegsopfergedenkstätte, die Gedenkstätte für die hannoverschen Bombenopfer sowie einiger KZ-Opfer, eine buddhistische Urnengrababteilung und eine Erdreihengrababteilung für Früh- und Totgeburten.
Waldheim & Waldhausen
Waldheim und Waldhausen sind die kleinsten Stadtteile des Stadtbezirkes und liegen unmittelbar nebeneinander. Die Viertel lassen sich durch den Maschsee sowie die Eilenriede abgrenzen. Mit besonderen Altbauten und Villen im Jugendstil gehört Waldhausen zu den beliebtesten und teuersten Vierteln Hannovers. Waldheim hat neben gehobener Altbausubstanz vor allem Einfamilienhäuser aus den 50er bis 70er Jahren.